Mannheimer Morgen vom 20.06.2016: "Luchse locken Besucher"

Freizeit: Wildpark Rheingönheim weiht 100 000 Euro teures Gehege für Pinselohren ein / Baukosten allein mit Spenden finanziert
 
Luchse locken Besucher
 
Ein junges Luchs-Paar ist in das neue Gehege im Rheingönheimer Wildpark eingezogen. Allerdings sind die Tiere noch recht scheu.
 
Die "Pinselohren" im Rheingönheimer Wildpark haben ein neues Zuhause. Doch sie sind wie immer scheu und wer sie entdecken möchte, muss schon etwas Geduld mitbringen. Wer sich aber diese Zeit nimmt, der wird mit tollen Einblicken belohnt und kann verfolgen, wie das neue Luchspaar durch sein Revier schleicht, sich in der Sonne aalt oder hinter Holzstapeln und Gebüsch versteckt. Das jüngste Projekt des Fördervereins des Wildparks Rheingönnheim kann sich somit sehen lassen.
 
Aushängeschild für die Stadt
 
Viele Jahre sammelte der Förderverein Geld für den dringend erforderlichen Neubau eines Luchsgeheges. Rund 100 000 Euro kamen so zusammen. Geld, wie die Besucher bei der offiziellen Eröffnung fanden, das gut angelegt ist. Der Dank der Oberbürgermeisterin Eva Lohse galt allen Spendern und Sponsoren: "Die Stadt selbst hätte das nie aufbringen können. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass dies je gelingen könnte", räumte Lohse ein. Wir haben hier mit der Parkanlage ein Kleinod, ein Aushängeschild für die Stadt", so die Oberbürgermeisterin. Rund 2000 Quadratmeter groß ist das neue dreiteilige Gehege. Die massiven Gitter sind drei Meter hoch in. In den drei Bereichen werden ein Auwald, ein Bergwald und eine Waldlichtung für die Tiere nachgebaut. Bereits im Jahr 1999 war die alte Anlage durch einen Sturm stark beschädigt worden. Nur kleinere Reparaturen konnten seitdem durchgeführt werden. Jetzt ist alles bereit für die beiden neuen Bewohner - ein zweijähriges Luchspaar aus dem Wildpark Edersee in Hessen.
 
Das alte marode Gehege umfasste nur 500 Quadratmeter. Der 17 Jahre alte Luchs, der bis zum Sturm im Wildpark lebte, war während den Bauarbeiten in den Heidelberger Zoo umgesiedelt worden, wo er auch weiterhin seinen Lebensabend verbringen soll. Dort fühlt sich das Tier, das eigentlich nur eine Lebenserwartung von 15 Jahren hat, pudelwohl.
 
Lohse erinnerte bei der Eröffnung auch daran, dass der Förderverein vor mehr als fünf Jahren mit der Idee eines Neubaus zu ihr gekommen war. "Ich konnte mir nicht vorstellen, woher wir das Geld nehmen sollen", gestand sie offen. Dass dann so viele Spender, Gönner und Förderer sich engagiert haben, sei einfach großartig. "Wir haben hier die meistbesuchte Einrichtung in Ludwigshafen", so Lohse. Der Wildpark mit 30 Hektar Fläche und über 200 Tieren aus Europa, wie Tarpane, Auerochsen, Bisons und sogar Wildkatzen, sei daher etwas ganz Besonderes. "Die Eintrittspreise konnten wir moderat halten", warb Lohse für den Besuch.
 
Auch Baudezernent Klaus Dillinger nahm an der feierlichen Eröffnung teil. Die Stadt hatte den Neubau begleitet. "Das neue Gehege ist nicht selbstverständlich, wir haben lange dafür gekämpft", meinte Dillinger. Die Anlage diene nun auch dem Artenschutz und dem Erhalt der Luchse. Fruchtbar soll es sein, das junge Luchspaar, hofft der erste Vorsitzende des Fördervereins Wilhelm Wißmann. Ein neues Ziel hat er nämlich bereits. Eine Besucher-Aussichtsplattform soll den Blick ins Gehege und auf die Tiere verbessern.
 
Idee nie aufgegeben
 
Auch die Ortsvorsteherin von Rheingönheim, Julia Appel, freute sich, dass die Idee nie aufgegeben wurde. "Der Förderverein hat das hartnäckig vorangetrieben", dankte sie allen Beteiligten. Eva Lohse fügte noch hinzu, dass trotz aller Sparmaßnahmen der Stadt der Park nicht in Frage stehe.
 
"Diese Diskussion haben wir vor 15 Jahren geführt", das sei jetzt vorbei. "Sonst hätten wir jetzt nicht mehr diese Investition und auch den Neubau des Hauses der Naturpädagogik unterstützt", wie Lohse erklärt.
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