DIE RHEINPFALZ vom 20.03.2016: "Neues Luchsgehege soll Wildpark Rheingönheim noch attraktiver machen"

2000 Quadratmeter und drei Regionen

Neues Luchsgehege soll Wildpark Rheingönheim noch attraktiver machen – Förderverein und Spender stemmen Kosten

Der Wildpark Rheingönheim hat eine neue Attraktion. Gemeinsam haben am Samstag Oberbürgermeisterin Eva Lohse und Umweltdezernent Klaus Dillinger (beide CDU) das neue Luchsgehege in der beliebten Freizeiteinrichtung eingeweiht. Die 100.000 Euro für das rund 2000 Quadratmeter große Freigelände brachte der Förderverein Wildpark gemeinsam mit Spendern auf.

Die beiden Hauptakteure ließ der Trubel auf der anderen Zaunseite kalt. Seit Ende Mai ist das Luchspärchen aus dem hessischen Wildpark Edersee in Rheingönheim zu Hause, erholte sich am Samstagmorgen von den Strapazen der Nacht – immerhin gelten die Raubkatzen als dämmerungsaktiv. Die Luchse haben da ganz sicher viele Runden durch das Gelände gedreht und dabei wesentlich mehr Platz als ihr Vorgänger zur Verfügung, der sich mit rund 600 Quadratmetern begnügen musste und im Alterswohnsitz in Heidelberg bleibt. „Ein Umzug hätte für ihn noch einmal Stress bedeutet“, erklärte Rainer Lehmann, beim Wirtschaftsbetrieb WBL viele Jahre für den Wildpark zuständig und eine der treibenden Kräfte für den Neubau des Geheges, das nun in drei abtrennbaren Regionen einen Auenwald, eine Flusslandschaft und eine Bergwelt und damit das natürliche Umfeld der Luchse simuliert.Wilhelm Wißmann war als Vorsitzender des Fördervereins Wildpark Rheingönheim ein weiterer Motor im Vorhaben, das seit 1999 immer wieder nur notdürftig reparierte Gehege grundlegend zu erneuern. „Als der Förderverein vor einigen Jahren bei der Verwaltung seine Pläne vorstellte, konnte ich mir fast nicht vorstellen, wie das realisiert werden soll“, räumte Oberbürgermeisterin Lohse ein. Aber hartnäckig und mit Überzeugung verfolgten der Förderkreisvorsitzende und all seine Mitstreiter das große Ziel. „Rund 60.000 Euro Eigenkapital stammten vom Förderverein, der Rest waren Spenden“, rechnete Wißmann vor. „Solche Projekte sind in unserer Stadt nur über Spenden möglich“, bedauerte Rheingönheims Ortsvorsteherin Julia Appel (SPD), freute sich aber zugleich über das Engagement aus ihrem Stadtteil. Immerhin wurde der Förderverein vor elf Jahren gegründet, als es um den Erhalt der Einrichtung ging.

Daran zweifelt mittlerweile niemand mehr, stellte Lohse klar. „Der Wildpark ist ein Anziehungspunkt für Ludwigshafen, und es gibt wohl keine Eltern in der Stadt, die mit ihren Kindern noch nie hier waren.“ Rund 90.000 Besucher pro Jahr zählte der Park zuletzt, und mit dem neuen Luchsgehege werde er noch mehr zu einem schützenswerten Kleinod.

Und ein artgerechtes noch dazu, stellte Umweltdezernent Klaus Dillinger klar: Zoorichtlinien, Haltungsrichtlinien, sowie Verkehrssicherungspflicht zum Schutz der Besucher seien alle gleichermaßen berücksichtigt. So haben die Tiere jede Menge Versteckmöglichkeiten, aber auch Klettergelegenheiten, und ein Beutesimulator hält die beiden zweijährigen Bewohner für die Fütterung auf Trab, denn der „Nordische Luchs“, dem das neue Paar angehört, will unterhalten werden. Immerhin werden Luchse in Gefangenschaft nicht selten älter als 15 Jahre. „Und wir wollen noch lange Freude an den beiden Luchsen haben“, so Lohse, während Wißmann sogar an mehr dachte: „Seid fruchtbar und mehret euch“, rief er den beiden Vierbeinern zu.

Doch die ließen sich davon zumindest am Samstag nicht animieren. Jenseits der drei Meter hohen Doppelstabgittermatten, die Besucher und Tiere voneinander trennen, lümmelten sie in deutlichem Abstand voneinander im Auenwald. Immerhin ging der Wunsch der Oberbürgermeisterin in Erfüllung: „Man braucht man schon großes Glück, um die Luchse auch einmal zu Gesicht zu bekommen“, meinte sie. Zur formalen Wohnungseinweihung zeigten sich die beiden Bewohner zwar gelangweilt, aber sie waren gut zu sehen.

 

 

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